Traktandum 11
Varia
Information: Abschlussbericht Sanierung Schulhaus Linth-Escher Niederurnen
Mit dem Projekt «Umbau und Erweiterung Linth-Escher Schulhaus Niederurnen» wurde eine weitere bauliche Etappe in der schrittweisen Erneuerung der Schulanlage umgesetzt. Der Eingriff umfasste die Trakte C und D und verfolgte das Ziel, die bestehenden Schulbauten funktional, energetisch und baulich an die heutigen Anforderungen anzupassen.
Der architektonische Ausdruck der Massnahmen orientierte sich konsequent an der Ausbauetappe «Linth-Escher 2020». Die dort entwickelte schlichte und zeitlose Architektursprache wurde sowohl im Gebäudeinnern wie auch an der äusseren Erscheinung nahtlos weitergeführt. Dadurch konnten die Erweiterung und Erneuerung als selbstverständlicher Teil der bestehenden Schulanlage umgesetzt und die gesamtheitliche Wirkung des Schulareals bewahrt werden.
Im Bereich «Umbau» wurde die bestehende Gebäudehülle vollständig energetisch saniert. Im Zuge der Planungsarbeiten zeigte sich zudem, dass die bestehenden Nasszellen den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprachen und eine Gesamtsanierung notwendig war. In diesem Zusammenhang entstanden nebst zwei zusätzlichen Schulräumen und einem neuen Schulleiterbüro auch zeitgemässe Nasszellen für die Schülerinnen und Schüler. Parallel dazu wurde die gesamte Haustechnik umfassend erneuert.
Mit fortschreitendem Projektverlauf stellte sich heraus, dass sich die Bausubstanz insgesamt in einem deutlich schlechteren Zustand befand als ursprünglich angenommen. Nebst den vorgesehenen Massnahmen mussten zahlreiche zusätzliche statische Eingriffe vorgenommen werden, die weder anhand der vorhandenen Bestandespläne noch durch erste Sondierungen absehbar waren. Diese Erkenntnisse ergaben sich oftmals erst direkt während der Bauausführung.
Der zweite Projektteil, die Erweiterung, umfasste den Anbau von insgesamt sechs Gruppenräumen, welche südseitig an zwei bestehende Treppenhäuser angefügt wurden. Durch die Erneuerung des bestehenden Aufzugs und den Einbau zusätzlicher Haltestellen konnte die Hälfte dieser Räume hindernisfrei und damit behindertengerecht erschlossen werden. Auch in diesem Bereich zeigten sich erhebliche statische Herausforderungen, da die angetroffenen Gegebenheiten deutlich von den ursprünglichen Annahmen abwichen.
Zusätzlich traten im Verlauf der Bauarbeiten Mängel an der bestehenden Haustechnik in angrenzenden Bereichen zutage, die ursprünglich nicht Bestandteil des Projekts waren. Die vorgefundenen Zustände machten jedoch weitergehende Massnahmen erforderlich, um einen sicheren, funktionalen und nachhaltigen Betrieb des Schulhauses sicherzustellen. In diesem Zusammenhang mussten auch die Brandschutzmassnahmen umfangreicher ausgeführt werden als ursprünglich geplant.
Die Vielzahl an unvorhersehbaren baulichen Abhängigkeiten – von der Statik über die Haustechnik bis hin zum Ausbau – stellte das Planungsteam und die beteiligten Unternehmer vor grosse zeitliche Herausforderungen. Der Terminplan musste entsprechend angepasst werden. Gleichzeitig führten die zusätzlichen Massnahmen zu Mehrinvestitionen, da Eingriffe in einem Bereich jeweils Auswirkungen auf weitere Gewerke hatten. Insbesondere die Erarbeitung verlässlicher Kosten vor Baubeginn erwies sich aufgrund der unklaren Bestandslage als anspruchsvoll.
Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen konnte das Projekt dank des grossen Engagements, der Flexibilität und der konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgreich umgesetzt werden. Den ausführenden Unternehmern gilt dafür ein besonderer Dank. Ebenso danken wir den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrerinnen und Lehrern für ihre Geduld während der lärmintensiven Bauphase.
Mit dem Abschluss dieser Bauetappe verfügt das Linth-Escher Schulhaus Niederurnen über zeitgemässe, funktionale und nachhaltig erneuerte Schulräume, die den heutigen Anforderungen gerecht werden und einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Schulstandorts leisten.
Baukosten
| Kostenüberblick | (inkl. MwSt.) in CHF |
| Verpflichtungskredit brutto | 3'495’000 |
| Genehmigte Kreditüberschreitungen | 417’500 |
| Gesamtkosten bei Bauabschluss | 3'912’500 |
| Erhaltene Beiträge | -99’110 |