Traktandum 5
Genehmigung Jahresrechnung 2025 Gemeinde
A. Kommentar zur Jahresrechnung 2025
Die Jahresrechnung 2025 schliesst bei einem Gesamtaufwand von CHF 92.1 Mio. und einem Gesamtertrag von CHF 98.5 Mio. mit einem Ertragsüberschuss von CHF 6.4 Mio. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von CHF 0.1 Mio. Verschiedene Faktoren haben zu diesem positiven Ergebnis beigetragen, welche nachfolgend erläutert werden.
Die Nettoinvestitionen betragen CHF 15.6 Mio. und fallen damit um rund CHF 10.5 Mio. tiefer aus als im Vorjahr und CHF 8.3 Mio. tiefer als budgetiert. Die Selbstfinanzierung beträgt CHF 13.8 Mio. und der Finanzierungsfehlbetrag beläuft sich auf CHF 1.8 Mio. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 89% (Vorjahr 98%; zur Erinnerung: im Jahr 2024 hat die Neubewertung der Liegenschaften um CHF 14.9 Mio. zu diesem hohen Selbstfinanzierungsgrad beigetragen. Ohne die Neubewertung wäre der Selbstfinanzierungsgrad bei 40.4% gelegen). Die positive Entwicklung der Selbstfinanzierung zeigt, dass das Ende 2024 gestartete Effizienzsteigerungsprogramm Wirkung zeigt.
Der Selbstfinanzierungsgrad von 89% bedeutet, dass wiederum 11% der Nettoinvestitionen fremdfinanziert werden mussten. Entsprechend hat sich der Bestand an Darlehensschulden im Jahr 2025 erhöht um CHF 10.7 Mio. auf CHF 132.0 Mio. Die Nettoschulden betragen CHF 25.4 Mio. (VJ CHF 23.7 Mio.) bzw. CHF -1'282 pro Einwohner (VJ CHF -1'206). Das Eigenkapital der Gemeinde beträgt CHF 131.9 Mio. (VJ CHF 123.6 Mio.).
Nachfolgend werden die wesentlichsten Abweichungen gegenüber dem Budget dargestellt:
A1. Gestufte Erfolgsrechnung
Die gestufte Erfolgsrechnung weist einen operativen Ertrag von CHF 6'143'530 aus. Im Detail sieht dies wie folgt aus:
Der betriebliche Aufwand liegt mit CHF 89.5 Mio. um CHF 1.8 Mio. unter dem Budget von CHF 91.3 Mio. Dies ist insbesondere auf einen tieferen Sach- und übrigen Betriebsaufwand von CHF -0.9 Mio. und einen tieferen Personalaufwand von CHF 0.7 Mio. zurückzuführen. Gegenüber dem Budget steigen die Einlagen in Spezialfinanzierungen und Fonds um CHF 0.8 Mio.
Der betriebliche Ertrag von CHF 95.7 Mio. liegt gegenüber dem Budget von CHF 92.1 Mio. um CHF 3.6 Mio. höher. Diese Differenz gegenüber dem Budget wird insbesondere durch gestiegene Steuereinnahmen von CHF 3.2 Mio. und einen höheren Transferertrag von CHF 1.4 Mio. erreicht.
A2. Erfolgsrechnung Kostenarten
Der Personalaufwand liegt mit CHF 44.4 Mio. um CHF 0.7 Mio. tiefer als budgetiert. Die Löhne des Verwaltungs- und Betriebspersonals belaufen sich auf CHF 14.4 Mio. und sind um CHF 1.3 Mio. unter dem Budget. Die Löhne der Lehrpersonen sind hingegen um CHF 0.9 Mio. höher als budgetiert. Vor allem im DaZ (Deutsch als Zweitsprache) und in der Schulischen Heilpädagogik waren wiederholt mehr verstärkte Massnahmen notwendig. Der übrige Personalaufwand ist gegenüber dem Budget um CHF 0.1 Mio. tiefer ausgefallen.
Der Sach- und übrige Betriebsaufwand beträgt CHF 18.8 Mio. und ist CHF 0.9 Mio. unter dem Budget, und CHF 1.5 Mio. unter dem Vorjahreswert. In den einzelnen Kostenarten sind grössere Abweichungen auszumachen. Tiefere Kosten beim Material- und Warenaufwand von rund CHF 0.2 Mio., bei Planungen und Projektierungen Dritter von rund CHF 0.3 Mio., für Honorare externe Berater von rund CHF 0.2 Mio., den Informatik-Nutzungsaufwand von rund CHF 0.2 Mio., sowie tiefere Dienstleistungen Dritter von rund CHF 0.1 Mio. sind die wesentlichsten Gründe für den tieferen Aufwand. Im Gegensatz dazu ergaben sich Mehrkosten bei den tatsächlichen Forderungsverlusten von CHF 0.3 Mio. (Steuerwesen).
Die ordentlichen Abschreibungen belaufen sich auf CHF 5.4 Mio. und liegen rund CHF 0.3 Mio. unter dem budgetierten Wert von CHF 5.7 Mio. Die tiefere Realisierungsrate bei den Investitionsprojekten bzw. die zeitliche Verzögerung der Realisierung gegenüber dem Budget und Finanzplan führt zu leicht tieferen Abschreibungen.
Der Finanzaufwand stimmt mit CHF 2.4 Mio. ziemlich genau mit dem Budget überein. Eine tiefere Verzinsung der Schulden von CHF 0.7 Mio. gleicht sich mit Verlusten auf Grundstücksverkäufen von CHF 0.7 Mio. wieder aus.
Die Einlagen in Spezialfinanzierungen und Fonds fallen um CHF 0.8 Mio. höher aus als budgetiert. Diese Veränderung betrifft grösstenteils die Einlagen für Wasser, Abfall und Parkraumbewirtschaftung.
Alle drei Spezialfinanzierungen schlossen positiv ab und es konnte eine Einlage getätigt werden. Über alle drei Spezialfinanzierungen betrachtet, besteht aber weiterhin eine Nettoschuld von CHF 13.5 Mio. Einzig der Bereich Abfallwirtschaft weist ein Nettovermögen von CHF 0.2 Mio. aus. In diesem Bereich wurden in den vergangenen zwei Jahren kaum Investitionen getätigt.
Der Transferaufwand von CHF 8.5 Mio. liegt CHF 0.2 Mio. unter dem Budget. Dies ist vor allem auf tiefere Beiträge an die lintharena von CHF 0.3 Mio. sowie auch auf tiefere Beiträge an den Kanton von CHF 0.2 Mio. (Frühförderung, Abfall) zurückzuführen. Dem gegenüber haben in diesem Jahr die Beiträge an den Abwasserverband Glarnerland um CHF 0.3 Mio. deutlich zugenommen.
Der Ausserordentliche Aufwand beläuft sich auf 0.2 Mio. und beinhaltet einzig die Einlage in die Finanzpolitische Reserve von den Gewinnen der Grundstücksverkäufe des Finanzvermögens (v.a. Parzelle in Filzbach; ohne Flugplatz Mollis).
Der Fiskalertrag beträgt CHF 62.2 Mio. und ist somit CHF 3.3 Mio. höher als im Vorjahr und CHF 3.2 Mio. über dem Budget 2025.
Der Steuerertrag bei den natürlichen Personen als wichtigste Einnahmequelle ist im Vergleich zum Vorjahr um CHF 2.1 Mio. (+4.1%) und gegenüber dem Budget um CHF 1.1 Mio. höher. Neben generell höheren Steuererträgen haben vor allem auch die Einkommensteuern aus früheren Jahren (Nachsteuern) mit CHF 1.6 Mio. gegenüber dem Budget zum guten Resultat beigetragen.
Bei den juristischen Personen liegt der Steuerertrag 2025 CHF 1.0 Mio. über dem Vorjahr und CHF 2.1 Mio. (+13.3%) über dem Budget.
Die Besitz- und Aufwandsteuern stiegen gegenüber dem Vorjahr um 39.2%. Darin enthalten sind im Wesentlichen die Hundesteuern und Gästetaxen. Die Gästetaxen sind unter anderem aufgrund vom ESAF CHF 0.15 Mio. resp. 59% höher als im Vorjahr.
Die Entgelte liegen mit CHF 13.3 Mio. leicht unter dem Budgetwert von CHF 13.6 Mio. Einerseits resultieren Mindereinnahmen bei den Benützungsgebühren und Dienstleistungen von CHF 0.2 Mio., andererseits weniger Rückerstattungen Dritter von CHF 0.1 Mio. und weniger Gebühreneinnahmen für Amtshandlungen von CHF 0.1 Mio.
Der Finanzertrag von CHF 2.5 Mio. liegt rund CHF 0.7 Mio. über dem Budget von CHF 1.7 Mio. Gewinne aus Grundstücksverkäufen von CHF 0.4 Mio., eine Neubewertung von CHF 0.1 Mio. sowie eine hohe Auslastung der Truppenunterkunft in Oberurnen von CHF 0.1 Mio. führten zu diesem Ergebnis.
Die Entnahmen aus Spezialfinanzierungen und Fonds sind deutlich unter dem Budget von CHF 0.2 Mio. und liegen bei CHF 13'539. Im Bereich Abfallwirtschaft konnte durch die deutlich geringeren Aufwendungen eine Einlage getätigt werden, entgegen einer budgetierten Entnahme von CHF 0.2 Mio.
Der Transferertrag von CHF 9.1 Mio. zeigt Mehreinahmen von rund CHF 1.4 Mio. Einerseits sind vor allem die höher ausgefallenen Beiträge für die Schulische Heilpädagogik von CHF 0.3 Mio., die Zivilschutzanlagen von CHF 0.4 Mio und die Feuerwehr-Ersatzabgabe von rund CHF 0.1 Mio. für die Mehreinnahmen verantwortlich, andererseits sind auch die Grundstückgewinnsteuern um CHF 0.5 Mio. höher als budgetiert.
A3. Erfolgsrechnung institutionelle Gliederung
Die institutionelle Gliederung zeigt teilweise grössere Abweichungen in den Budgets der Ressorts. Die Ausgaben sind alleinig beim Ressort Bildung höher als budgetiert, die übrigen Ressorts schliessen unter Budget ab.
Der Bereich Präsidiales liegt mit CHF 0.2 Mio. unter Budget bei CHF 2.6 Mio. Dies hauptsächlich aufgrund weniger Ausgaben für Dienstleistungen und Honorare von CHF 0.1 Mio. und tieferen Lohnkosten von CHF 0.1 Mio.
Die Bildung weist einen höheren Aufwand von CHF 0.5 Mio. und auch einen niedrigeren Ertrag von CHF 0.1 Mio. gegenüber dem Budget auf. Einerseits höhere Kosten beim Personalaufwand von CHF 0.9 Mio. (Löhne Lehrpersonen und Löhne Temporär Lehrpersonen), andererseits tiefere Kosten beim Sach- und übrigen Betriebsaufwand von CHF 0.3 Mio. (Dienstleistungen und Honorare). Auf der Ertragsseite gingen CHF 0.2 Mio. mehr Beiträge vom Kanton ein, vorwiegend für die Schulische Heilpädagogik und Logopädie sowie erstmals Beiträge vom Bund von CHF 0.1 Mio. für die Tagesbetreuungen. Eine Abnahme der Einnahmen ist bei den Benützungsgebühren und Dienstleistungen (Tagesbetreuung) zu verzeichnen von CHF 0.2 Mio.
Im Bereich Gesellschaft liegt der Gesamtaufwand mit CHF 0.5 Mio. unter dem Budget bei CHF 4.5 Mio. Dies ist auf einen tieferen Transferaufwand von CHF 0.4 Mio. zurückzuführen, infolge weniger Beiträge an die lintharena und tiefere Personalkosten von CHF 0.2 Mio.
Der Bereich Wald und Landwirtschaft liegt rund CHF 0.8 Mio. unter dem Budget. Es fielen aufgrund offener Vakanzen tiefere Ausgaben von CHF 0.4 Mio. beim Personalaufwand an. Gleichzeitig überwies der Kanton mehr Beiträge von rund CHF 0.3 Mio. an ausgeführte waldbauliche Massnahmen und Leistungen für hoheitliche Aufgaben.
Im Bereich Bau und Umwelt liegen die Gesamtkosten rund CHF 0.8 Mio. unter dem Budget. Teilweise unbesetzte Stellen führen zu tieferen Personalkosten von CHF 0.8 Mio. sowie tieferen Kosten bei Dienstleistungen und Honoraren von CHF 0.7 Mio. Aufgrund geringerer Ausgaben für die Spezialfinanzierungen fallen die Einlagen um rund CHF 0.6 Mio. höher aus. Aufgrund einer tieferen Investitionstätigkeit fallen die Abschreibungen um CHF 0.4 tiefer aus.
Der Bereich Liegenschaften weist einen höheren Aufwand von CHF 0.9 Mio. sowie einen höheren Ertrag von CHF 1.3 Mio. gegenüber dem Budget aus. Einerseits höhere Ausgaben im Sach- und übrigen Betriebsaufwand von CHF 0.3 Mio. infolge eines erhöhten baulichen und betrieblichen Unterhalts, anderseits höhere Beiträge von öffentlichen Gemeinwesen und Dritten von CHF 0.4 Mio.
Im verlaufenden Geschäftsjahr wurden folgende Grundstücksverkäufe getätigt:
Eine Anpassung der Bewertung eines Teilstücks der Parzelle 1191 beim Flugplatz führte zu einer Zunahme vom Finanzvermögen um CHF 110'071.60. Der Abbruch eines Landw. Betriebsgebäudes (Unterflechsen/Biäsche) führte zu einer Abnahme vom Finanzvermögen von CHF 3'333.00. Per Saldo ergibt dies im Jahr 2025 einen Verlust von CHF 197'275.21.
Die Neubewertung vom Finanzvermögen per 31.12.2024 erfolgte erfolgsneutral mit einer Einlage in die finanzpolitischen Reserven. Entsprechend werden die Gewinne und Verluste vom Jahr 2025 wiederum über diese Reserven verbucht. Somit ergibt sich per Saldo eine Abnahme der finanzpolitischen Reserven um CHF 197'275.21.
Der Bereich Finanzen und Beteiligungen liegt rund CHF 4.1 Mio. über dem Budget. Die erneute positive Entwicklung der Steuereinnahmen bewirkte eine erneute Ertragssteigerung. Im Weiteren liegen die Zinskosten für Fremdmittel CHF 0.7 Mio. unter Budget; dies aufgrund der aktuellen Zinssituation sowie einer aktiven Bewirtschaftung der Fremdmittel.
A4. Investitionsrechnung
Die Bruttoinvestitionen betragen CHF 18.2 Mio. und sind rund CHF 7.3 Mio. tiefer ausgefallen als im Budget mit CHF 25.5 Mio. Mehr als die Hälfte der Bruttoinvestitionen, rund CHF 12.5 Mio., entfallen auf den Neubau vom Schulhaus Obererlen. Für weitere Investitionen in die Schulinfrastruktur (ohne IT) wurden Ausgaben von CHF 1.6 Mio. (Brutto) getätigt. Auf den übrigen Tiefbau (ohne Schulinfrastruktur) entfallen Bruttoinvestitionen in der Höhe von CHF 1.5 Mio. und für Strassen und Verkehrswege von CHF 0.8 Mio.
Die Investitionseinnahmen liegen mit CHF 2.7 Mio. deutlich über dem Budget von CHF 1.6 Mio. Dies hauptsächlich aufgrund der Einnahmen bei den Anschlussgebühren mit CHF 1.5 Mio. Die Beiträge vom Kanton belaufen sich auf CHF 0.8 Mio. und diejenigen der GlarnerSach an die Wasserleitungen auf CHF 0.1 Mio.
A5. Projektabrechnungen Kredite Investitionsrechnung
Nachfolgend werden die abgeschlossenen, von der Gemeindeversammlung genehmigten Investitionsprojekte aufgeführt. Die restlichen Kreditabrechnungen können digital auf der Homepage heruntergeladen werden.
Reservoirneubau Paradiesli, Mollis
Die Gemeindeversammlung genehmigte am 23.11.2018 einen Verpflichtungskredit in der Höhe von CHF 3.1 Mio. Zusammen mit dem Projektierungskredit ergibt dies eine Verpflichtungskreditsumme von Total CHF 3.2 Mio. Die Gesamtkosten bei Abschluss betragen CHF 3'046’916 und liegen mit CHF 228’831 unter dem genehmigten Verpflichtungskredit. Daneben wurden Beiträge in der Höhe von CHF 142’515 von der glarnerSach für die Hydranten-Leitung und den Neubau ausbezahlt.
Anpassung und Erneuerung Leitsystem in Mollis und Bilten in Zusammenhang mit Neubau Reservoir Paradiesli, Mollis
Die Gemeindeversammlung genehmigte am 22.11.2019 einen Verpflichtungskredit in der Höhe von CHF 500’000. Die Gesamtkosten bei Abschluss betragen CHF 371’058 und liegen mit CHF 128’942 unter dem genehmigten Verpflichtungskredit. Daneben wurden Beiträge in der Höhe von CHF 24’864 von der glarnerSach für den Ersatz des Leitsystems ausbezahlt.
Neubau Wasserleitung, Espenstrasse, Niederurnen - Schwärzistrasse Näfels
Die Gemeindeversammlung genehmigte am 22.11.2019 einen Verpflichtungskredit in der Höhe von CHF 1'728’000. Die Gesamtkosten bei Abschluss betragen CHF 1'335’078 und liegen mit CHF 392’922 unter dem genehmigten Verpflichtungskredit. Daneben wurden Beiträge in der Höhe von CHF 109’890 von der glarnerSach für die Hydranten-Leitung ausbezahlt.
Werksanierung Kanalstrasse/Sonnmatt, Mollis
Die Gemeindeversammlung genehmigte am 20.11.2020 einen Verpflichtungskredit in der Höhe von CHF 1'324'000. Die Gesamtkosten bei Abschluss betragen CHF 1'073'545 und liegen mit CHF 250'455 unter dem genehmigten Verpflichtungskredit. Daneben wurden Beiträge in der Höhe von CHF 43'853 für die Hydranten-Leitung sowie für Lärmschutzmassnahmen ausbezahlt.
Werterhaltungsmassnahmen Gemeindehaus Näfels Süd
Die Gemeindeversammlung genehmigte am 09.06.2022 einen Verpflichtungskredit in der Höhe von CHF 1'265’000. Die Gesamtkosten bei Abschluss betragen CHF 1'149’666 und liegen mit CHF 115’334 unter dem genehmigten Verpflichtungskredit. Daneben wurden Förderbeiträge in der Höhe von CHF 128’958 vom Kanton ausbezahlt.
Sanierung Schulhaus Linth-Escher Trakt C+D, Niederurnen
Die Gemeindeversammlung genehmigte am 08.11.2022 einen Verpflichtungskredit in der Höhe von CHF 3'495'000. Die Gesamtkosten bei Abschluss betragen CHF 3'912’505 und liegen mit CHF 417’505 über dem genehmigten Verpflichtungskredit. Für die Mehrausgaben genehmigte der Gemeinderat am 14.05.2025 und am 10.12.2025 eine Kreditüberschreitung von Total CHF 417'500. Die Mehrkosten wurden durch verschiedene Begebenheiten verursacht. Einerseits mussten weitere Ertüchtigungsmassnahmen zur Erdbebensicherheit sowie zum Brandschutz ausgeführt werden, andererseits musste die WC-Anlage im Erdgeschoss aufgrund diverser Schnittstellen (Leitungen, Dach, Fassade, etc.) in die Sanierung miteinbezogen werden. Auch mussten aufgrund der schlechten Bausubstanz zusätzliche Abbrüche vorgenommen werden und auf der Südwestseite wurde unerwartet eine Jauchegrube (Güllengrube) entdeckt, die zurückgebaut werden musste. Ertragsseitig sind vom Kanton Förderbeiträge von CHF 99'110 ausbezahlt worden.
A6. Bilanz
Das Finanzvermögen hat um CHF 7.7 Mio. zugenommen und beträgt Ende 2025 CHF 127.9 Mio.
Das Verwaltungsvermögen erhöhte sich um CHF 10.0 Mio. auf CHF 157.3 Mio. Dies hauptsächlich aufgrund des Neubaus des Schulhaus Obererlen in Näfels.
Das Fremdkapital beläuft sich auf CHF 153.3 Mio. und verzeichnet eine Zunahme von CHF 9.4 Mio. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden um CHF 9.3 Mio. auf 11.9 Mio. reduziert, im Gegenzug sind die langfristigen Finanzverbindlichkeiten um CHF 20.0 Mio. auf CHF 120.1 Mio. angestiegen. Die Bruttoschulden betragen CHF 149.9 Mio. (VJ CHF 139.5 Mio.) und der Bruttoverschuldungsanteil erhöht sich von 133.7% auf 170.6%. Ohne Neubewertung vom Finanzvermögen wäre der Bruttoverschuldungsanteil im Vorjahr 163.5% gewesen.
Die finanzpolitischen Reserven nehmen ab um CHF 197'275.21 aufgrund der Liegenschaften-Transaktionen.
Das Eigenkapital beläuft sich auf CHF 131.9 Mio. (VJ 123.6 Mio.) und beträgt unverändert zum Vorjahr 46.2% der Bilanzsumme. Davon beträgt der kumulierte Bilanzüberschuss CHF 64.0 Mio.
B. Behandlung der Jahresrechnung durch den Gemeinderat
Der Gemeinderat hat an der Sitzung vom 07.04.2026 beschlossen, die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Glarus Nord im positiven Sinne zur Genehmigung an die Gemeindeversammlung zu überweisen.
C. Anträge
Der Gemeinderat beantragt:
- Die Jahresrechnung der Gemeinde Glarus Nord für den Zeitraum vom 01.01. – 31.12.2025 mit einem Ertragsüberschuss von CHF 6'357'892.20 sei gemäss Gemeindegesetz Art. 41 Ziff. 1 lit. e) i.V.m. Art. 22 des kantonalen Finanzhaushaltgesetzes zu genehmigen.
- Die Entnahme von CHF 197'275.21 aus der finanzpolitischen Reserve sei zu genehmigen.
- Der Bericht der Revisionsstelle BDO AG, Glarus, vom 02.04.2026 sei zur Kenntnis zu nehmen.
- Von den Kreditüberschreitungen inkl. deren Begründungen sei Kenntnis zu nehmen und dem Gemeinderat gemäss Art. 52 Ziff. 3 des kantonalen Finanzhaushaltgesetzes Entlastung zu erteilen.
- Die gemäss Gemeindeordnung Anhang 1 in der Kompetenz der Gemeindeversammlung liegenden Nachtragskredite sowie Zusatzkredite seien gemäss Beilage Nr. 10 zu genehmigen.
- Die aufgeführten Projektabrechnungen seien zu genehmigen..
1. Gesamtübersicht Jahresrechnung 2025
2. Gestufter Erfolgsausweis
3. Erfolgsrechnung (Institutionelle Gliederung) 2025
4. Erfolgsrechnung Kostenartengliederung 2025
5. Investitionsrechnung nach Kostenstellen 2025
6. Bewegungsbilanz 2025
7. Geldflussrechnung 2025
8. Grundsätze der Rechnungslegung zur Jahresrechnung 2025
9. Eigenkapitalnachweis 2025
10. Beteiligungsspiegel 2025
11. Anlagenspiegel 2025
12. Rückstellungsspiegel 2025
13. Gewährleistungsspiegel 2025
14. Spezialfinanzierungen 2025
15. Offene Verpflichtungskredite Investitionsrechnung und Finanzvermögen 2025 / Kreditkontrolle
16. Abgeschlossene Verpflichtungskredite per 31.12.2025
17. Kreditübertragung Budget und Nachtragskredite
18. Finanzkennzahlen 2021 - 2025
19. Zusatzkredite, Nachtragskredite, Kreditüberschreitungen 2025
20. Bericht der Revisionsstelle vom 02.04.2026